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Frost in Polen macht den Apfelsaft teurer

10:32 PM, 13/9/2007 .. 0 comments .. Link
Zwei Wochen früher als üblich ist bei der Firma Burkhardt Fruchtsäfte mit dem „Saften“ begonnen worden. In diesem Herbst werden bis zu 12 000 Tonnen Äpfel auf dem Firmengelände in Machtolsheim verarbeitet. Gut für die Obstbauern und Streuobstwiesenbesitzer: Sie erhalten mehr Geld für ihre Äpfel. Deswegen wird aber der Saft für den Verbraucher teurer.

„Wir sind schon mitten in der Produktion“, berichtet Dieter Burkhardt, Geschäftsführer und Inhaber von Burkhardt Fruchtsäfte. Die Natur war in diesem Jahr einfach schneller und die Äpfel etwa zwei Wochen früher reif. Neu ist in diesem Jahr, dass die Firma doppelt soviel wie normal für die angelieferten Äpfel zahlt, nämlich zwölf Euro für 100 Kilo Obst. „Der Preis bleibt stabil“, versichert Dieter Burkhardt und rät den Obstbauern, die Äpfel ruhig noch ein paar Wochen hängen zu lassen, damit diese reif, süß und vor allem saftig angeliefert werden können.
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Der hohe Preis, den Burkhardt zahlt, hängt damit zusammen, dass zu wenige Äpfel auf dem Markt sind. Zwar gebe es in Deutschland und in Baden-Württemberg eine „absolut normale Ernte“, so der Firmenchef. In Polen, wo sich die Großproduzenten für die Einkaufsketten und Großmärkte mit Obst eindecken, hat aber eine Frostperiode für etwa 50 Prozent Ernteausfall gesorgt. Dieter Burkhardt: „Die Großerzeuger kaufen daher hier zusammen, was sie bekommen und treiben so den Preis in die Höhe“. Im nächsten Jahr werde sich das aber bei einer normalen Ernte in Polen wieder regulieren, ist sich der Saftproduzent sicher.

In diesem Jahr hat der Frost in Polen aber deutliche Auswirkungen auf den Saftpreis. „Der Apfelsaft wird für den Verbraucher um etwa 30 Prozent teurer“, verdeutlicht Burkhardt die Problematik.

Laut Burkhardt komme die Entwicklung aber der Natur und der Umwelt zugute. Denn die höheren Preise gehen voll in die Tasche der Erzeuger, also der Besitzer von Streuobstwiesen. Diese bekommen somit mehr Geld für ihre Arbeit und für die Pflege der bedrohten Streuobstbäume. „Das nutzt der Natur und unserer Landschaft“, so der Saftproduzent aus Machtolsheim, der das Obst im Umkreis von 150 Kilometern zwischen Reutlingen über Kirchheim und Ulm einsammeln lässt.

Wer es selbst bringt, kann dies ab dem 22. September auch an den Samstagen tun. „Gesaftet wird, bis es nichts mehr gibt“, versichert Dieter Burkhardt.
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